letzter Tag Schweiz March 20, 2008
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So Ihr lieben zu Hause,
Nun ist er also gekommen. Mein vorerst letzter Tag hier. Die letzten Wochen waren nochmal extrem schön un dich hab meine Zeit hier sehr genossen. Am Donnerstag war ich mit meinem Mitpraktikanten Andreas in Root in der Kletterhalle. Das war schön. Leider war er das erste mal klettern, weswegen ich mich aufs Sichern und Bouldern beschränken musste. Aber das hat schon so gepasst. Hab mich auch so noch bissel austoben können.

Am Freitag war ich nicht auf Arbeit, sondern beim Teamausflug der Nachbarabteilung. Skitag war angesagt. Es war total genial. Haben wir uns früh um 7 noch bei Regen getroffen wurde im Laufe des Tages noch strahlender Sonnenschein. Wir waren 10 Leutz, davon 5 Boarder und 5 Skifahrers. Wir waren echt die ersten auf der Piste. Haben niemanden getroffen bei der ersten Abfahrt. Vormittags sind wir noch als grosse Gruppe gefahren, nachmittags haben wir uns dann nach Sportgerätezugehörigkeit getrennt… Da war ich nun mit den 4 Kerls zusammen, die alle schon 10-12 Jahre lang auf dem Brett standen. Ich stand das 7.Mal drauf. Aber nachdem mich die Jungs so angestachelt und meinen Ehrgeiz so provoziert hatten, hab ich einfach mal was gewagt. Und siehe da, es ging. Bin genauso sturz die schwarzen Pisten runter wie sie.

Hab zwar auch imemr wieder jede Menge Schnee gefressen
aber hab mich wohl ganz gut angestellt. Auf jeden Fall bin ich ganz gut mitgekommen. Hätte mir das früh jemand erzählt, hätte ich ihn ausgelacht! Hab mein fahrerisches Können am Freitag mindestens verdoppelt. Ging echt gut. Und die Jungs waren so toll. Ist wieder typisch Linda, dass ich die erst kurz vor Schluss kennenlerne… So wertvolle Menschen… Ist echt schade… Auf jeden Fall aber war der Tag einfach nur wunderschön. Wenn nicht gar der schönste in meinem Praktikum hier. Und ich war nicht die kleine dumme deutsche, die jedem nur auf der Tasche liegt und hinterherfährt, sondern ich war echt richtig dabei in der Gruppe. Das hatte ich mir so gewünscht!!!
Der Samstag ging dann sportlich weiter. Obwohl es mittlerweile keinen Muskel mehr gab, der nicht weh tat, sind Markus (mein Gastpapi) und ich den ganzen Tag draussen am Fels im Brünig klettern gewesen. Waren auch wieder irre Erlebnisse! Sind geklettert bis uns die Arme lang wurden, haben in der Sonne gesessen, haben uns viele meter weit abgeseilt vom Berg runter, und und und… Abends bin ich dann wiedermal halbtot ins Bett gefallen.

Sonntag wollten Lam und ich zum Autosalon nach Genf fahren (große Automobilausstellung). Lam wollte uns dafür Freikarten besorgen, was aber leider nicht geklappt hat. Also sind wir den Tag ganz gemütlich angegangen und haben und überlegt dann halt so einen kleineren “Familien”-Ausflug zu machen. Betrachten wir Lam einfach als großen Bruder und dann geht das unter dem Stichwort Familie schon recht gut,

auch wenn er mir nicht besonders ähnlich sieht… Nach einem letzten Ausflug in die Altstadt von Luzern (Chateau Gütsch, Museggmauer, …) sind wir dann zu Lams Wurzeln nach Brunnen gefahren und haben in dem Hotel in dem er damals gelernt hat Kaffeegetrunken. Das war ein schöner Ausflug, auch wenn das Wetter nicht so ganz mitgespielt hat…
Montag stand dann zur Abwechslung mal wieder Arbeiten auf dem Plan. und sofort nach dem Nachhausekommen gingen die Abschiedsfeiervorbereitungen los. Hab noch Getränke gekauft und zwei Bleche Pizza gemacht und bissel aufgeräumt und dann kamen auch schon die ersten Gäste…

Durch genügend Alkoholika angeheizt haben wir dann noch zwei Runden gepokert. Bin beide male zweite geworden. Das ist schon OK. Gegen drei haben wir die Runde dann aufgelöst.

Am nächsten Tag wieder arbeiten und abends hieß es dann mit den Jungs nochmal in die Kletterhalle nach Root zu fahren um dort den letzten gemeinsamen Abend zu genießen. Leider haben diverse blöde Zufääle zusammengewirkt und wir sind dann doch nicht mehr klettern gefahren. Dafür hab ich noch ne schöne Überraschung auf dem Parkplatz der RUAG erlebt. Da stand doch plötzlich einer der Freunde mit ner Packung Merci und meinte er müsse sich doch auch noch von mir verabschieden. Mir standen die Tränen gleich wieder in den Augen. Ich hab mich sooo gefreut! Wir haben dann noch fast eine Stunde geschwatzt und dann hieß es endgültig verabschieden. Ich hasse soetwas – ich kann das einfach nicht…
Abends war ich total traurig dann. Auch extra noch, weil ich die anderen Jungs nicht nochmal gesehn hab. Da hat mich Lam wieder kurzerhand unter den Arm geklemmt und wir sind dann essen gefahren. Wir haben noch bis spät in den Abend hinein da im Lokal gesessen.

Mittwoch hieß es nochmal Arbeiten und anschließend letzte Einkäufe erledigen, letzte Telefonate führen, ne riesige Menge Kuchen Backen, das Zimmer abbauen und in Taschen verstauen, und das Auto vollzupacken, das Fahrrad auseinanderbauen und auch noch mit reinstopfen, den Kuchen dann vorm verbrennen zu retten, ein Abschiedsfoto mit meinen Mitbewohnern zu machen und dann gegen drei Uhr nachts ins Bett zu fallen. Das war ne komische letzte Nacht. Es schläft sich nicht besonders in einem leeren Zimmer mit dem Gedanken an den Abschied… Am nächsten Morgen die letzten Reste ins Auto packen und dann die Wohnung verlassen – das war der Plan. Aber meine Mitbewohner lassen mich natürlich so leicht nicht fort und sind extra nochmal aufgestanden. Ein kleines Abschiedsgeschenk (Wörterbuch für Schwiizerdüütsch) und etliche Umarmungen später bin ich dann doch auf Arbeit gefahren. An diesem Tag hab ich auch weiter nichts gemacht als tonnenweise Kuchen unter die Kollegen zu bringen und ausgiebig zu quatschen. Leider konnte ich aufgrund immernoch existierender Minusstunden erst 16.15 das Büro verlassen.
16.30 saß ich dann endgültig im Auto auf der Fahrt nach Hause. Nachts um 4 war ich dann auch in Chemnitz. Es war eine fürchterliche Fahrt. 11,5h und das ohne wirklich im Stau zu stehen. Bin die ganze Zeit gefahren, konnte aber wegen wahnsinnigen Menschenmassen und irrem Schneesturm den Großteil der Strecke nur im 2. oder 3. Gang zurücklegen. Es war furchtbar. Aber ich hatte mich drauf eingestellt. Ich wusste ja, was mich erwarten würde wenn man am Tag vor Ostern gen Norden nach Hause unterwegs ist. Deswegen war alles halb so schlimm und ich bin glücklich in Deutschland angekommen.
Den ersten Tag in Deutschland habe ich ersteinmal mit Schlafen verbracht
Tschaui
Eure JetztNichtMehrSchweizerin
Samstag nacht March 10, 2008
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Hallo Ihr Lieben!

Hattet ihr auch so ein schönes Wochenende?
Meins war wirklich schön! Der Samstag abend bei der Familienfeier war echt schön. Wir haben echt von um 5 bis kurz vor 11 in der Küche gesessen und gequatscht. Der Rahmen war viel kleiner als erwartet. Aber das war bestimmt gut so

Außer Markus waren noch seine liebe Frau und die eine Schwiegertochter da. Wir haben uns auf Anhieb verstanden. Das war echt super. Haben echt die ganze Zeit gequatscht. Und das Käsefondue war so lecker! Das ist echt was, was mir in Deutschland so sehr fehlen wird! Aber ich komm ja wieder. Ich werde ganz bestimmt wieder da sein. Und dann wird ich hoffentlich noch ganz viel Fondue essen können. Und hoffentlich noch ganz viele solche Familienabende verbringen.

Um elf ging’s dann weiter zur nächsten Feier. Ich hab mich eigentlich super zurecht gefunden, wenn dann nicht die einzige Straße die ich wusste gesperrt gewesen wäre. Wegen randalierender Eishockey-Fans übrigens. Hätte nie gedacht, dass es so bekloppte Eishockey-Fans gibt. Naja. Nach einer kurzen Runde, die in einer Sackgasse endete bin ich wieder zur Straßensperre zurückgefahren und hab die Polizisten nach dem Weg gefragt. Die haben mich dann weiter gelotst und dann hab ich Zug (wo die nächste Feier sein sollte) gefunden. Fehlte nur noch der Zuger Bahnhof. Den hab ich dann mit Hilfe von Passanten, die vor mir her bis zum Bahnhof gefahren sind auch gefunden. Jetzt nur noch die richtige der vier Seiten suchen, von wo die Beschreibung losging, die ich hatte und dann war ich auf der Feier. War cool. Erst kannte ich noch niemanden, aber ihr kennt mich ja. Ich finde meistens jemanden, dem ich ein Ohr abkauen kann

Halb zwei kam dann noch mein Mitbewohner, der so lange arbeiten musste. Und den Rest des Abends haben wir dann noch ewig getanzt und gequatscht und Spaß gehabt und und und… War echt schön. Gegen 6 sind wir dann Schlafen gegangen. Irgendjemand hat mir dann noch ne Decke vorbeigebracht. Und ich hab super geschlafen in der Hängematte, die ich mir erkämpft hatte. Leider ist so eine Hängematte gar net so gemütlich. Man kann nur in der einen Position (auf dem Rücken liegend) schlafen und mir sind dann die Beine eingeschlafen, weil sie höher lagen als der Kopf und das Blut partout nicht mehr reinfließen wollte…
Naja um acht haben Lam und ich dann beschlossen dass wir heimfahren und die Nacht zu Hause zuende schlafen
Dann hab ich all meine Konzentration zusammen genommen und das Auto auf den Weg nach Hause geschickt. Den hat es auch perfekt gefunden und dann bin ich müde aber glücklich ins Bett gefallen und hab bis zum frühen Nachmittag geschlafen.
War n tolles Wochenende!
Bis bald!
P.S. die Bilder der anderen Feier werden nachgeliefert!
Jetzt sind’s nur noch 12 Tage bis Deutschland March 8, 2008
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Hallo Welt!
Nachdem nun vermehrt Anschiss kam, dass ich lange nichts mehr veröffentlicht hab, muss ja jetzt mal wieder ein Artikel hier rein.
Sorry, ich war die Letzte Woche einfach nicht in Stimmung gewesen. Aber es ist viel passiert in der Zwischenzeit.

Erstmal generell noch ne Ansage, weil sehr oft die Frage danach kam: Die Alten Artikel im Blog gehen ja nicht mehr aufzurufen. Ich hab jetzt mal n PDF erstellt aus den alten Artikeln und unter
http://www-user.tu-chemnitz.de/~linb/Tagebuch%20schweiz.pdf ins Netz gestellt. Leider sind dort die Kommentare und die Bilduntertexte nicht mehr einsehbar.

Ich weiß grad nicht so richtig, wo ich anfangen soll zu erzählen. Wahrscheinlich sollte ich bei anfang letzter Woche anfangen, als ich den letzten Artikel reingestellt. Ist wirklich schon ne Weile her, ich geb es ja zu…
Also nach dem letzten Wochenende, das ich beschrieben hab fing erstmal wieder ne ganz normale Woche an. Auf Arbeit lag wieder viel an, und abends hab ich auch viel gemacht noch. War n paar mal mit meinem Mitbewohner fort
Und dienstags bin ich ja sowieso immer klettern abends. Und dann sind wir mit unserer Abteilung noch umgezogen auf Arbeit. Da war auch nochmal fast n ganzer Tag weg.

Das Wochenende verging dann auch wie im Flug. Am Samstag bin ich nach nem ganz gemütlichen Ausschlafen mit anschließendem Frühjahrsputz und bissel Praktikumsbericht schreiben dann wieder auf dem Sofa mit meinen Mitbewohenrn festgewachsen. Und Sonntag waren wir nochmal Klettern im Fels. Diesmal bin ich früh um 7 losgefahren zu meinem Ersatzpapa (der Arbeitskollege vom letzten mal, der mich kurzerhand adoptiert hat) und dann sind wir nach Italien runtergefahren. Herrlich. Die Berge, die Sonne, der See und dazu 25°C und tausende Motorradfahrers. Ach ich will auch endlich wieder fahren!!! Und das klettern ist genial gewesen. War auch voll fertig dann. Wir waren die ersten früh am Berg die ersten und dann abends die letzten die frot sind. War halb10 zu Hause.

Ja, nun ist die Woche geschafft und ich versuche bissel zur Ruhe zu kommen. Heute bin ich auf eine Familienfeier eingeladen zu meiner lieben Zweitfamilie hier. Das wird bestimmt schön. Ich freu mich wirklich drauf. Wird gut tun. Anschließend gehts weiter zu einem anderen Kumpel, der ne Einzugsfeier gibt. Und morgen werd ich dann erstmal schlafen. Soweit der Plan…

Ich meld mich jetzt hoffentlich wieder öfters!
Ich versprech’s!
Bis bald
Linda